Über das GreenBizBlog

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Dienstag, 8. April 2008

Weltrangliste: Wo in Klimazertifikate investieren?

Klimazertifikate sind - zumindest konzeptionell - eine feine Sache: Unternehmen aus den Industrieländern können in Ländern der Dritten Welt "carbon credits" einkaufen, indem sie dort neue Projekte, in der Regel im Bereich Erneuerbare Energien oder Energieeffizienz, umsetzen. Diese Projekte müssen zu einer realen CO2-Minderung führen, sprich neue Anlagen müssen weniger klimaeffiziente ersetzen. Ein erwünschter Nebeneffekt dieses so genannten Clean Development Mechanism (CDM) ist der Technologie-Transfer in Entwicklungsländer.

Nun bieten nicht alle Entwicklungsländer politische und ökonomische Rahmenbedingungen, die den Erfolg eines CDM-Projektes garantieren. Seit einigen Jahren legt die "Kyoto-Coaching-Cologne", ein gemeinsames Projekt der Deutschen Entwicklungs- und Investitionsgesellschaft und der TÜV Rheinland Group, einen laufend aktualisierten CDM-Investitionsklimaindex vor, der 149 Gastländer für CDM-Projekte rankt. Dieser Index richtet sich an Investoren und Projektentwickler und berücksichtigt Parameter wie Transparenz der staatlichen Strukturen, Korruption, die allgemeinen Investitionsbedingungen, das Vorhandensein von Kontrollinstitutionen oder die Erfahrung mit CDM-Projekten.

Die Spitzenposition im aktuellen Ranking nehmen Chile und Südkorea ein, gefolgt von Mexiko, China, Indien und Brasilien. Die "BRIC"-Länder vereinen auch den Großteil aller bereits realisierten CDM-Projekte - etwa 70% des Angebots an "Certified Emission Reductions" (CERs) stammen aus CDM-Vorhaben, die in China, Brasilien und Indien umgesetzt wurden.