Über das GreenBizBlog

Ob Erneuerbare Energien, Cleantech und Umwelttechnologie oder Ökolebensmittel – grüne Unternehmen boomen. „Green Business“ ist mehr als nur eine Modeerscheinung. Die Märkte sind in Bewegung, genauso wie Politik, Verbände und nicht zuletzt wir Verbraucher. Das „Greenbizblog“ begleitet diese rasante Entwicklung.

Mittwoch, 11. März 2009

Greenbizblog ruht

Bloggen macht Spaß - und Arbeit. Mir fehlt momentan die Zeit dazu, deshalb ruht der Greenbizblog erst einmal. Besuchen Sie mich doch stattdessen auf Twitter!

Mittwoch, 20. August 2008

Kauft nur jedes dritte Unternehmen "grün"?

Im Einkauf liegt der Gewinn, wie es eine alte Kaufmannsregel auf den Punkt bringt. Unternehmen haben die Beschaffung längst als eine zentrale Stellschraube für den wirtschaftlichen Erfolg erkannt. Umso erstaunlicher angesichts der vollmundigen Bekenntnisse zum Klimaschutz, dass die Nachhaltigkeit der eingekauften Güter und Dienstleistungen für die Unternehmen offenbar kaum eine Rolle spielt. Zumindest, wenn man der auf Supply Chain Management (Lieferkettenmanagement) spezialisierten Unternehmensberatung BrainNet aus der Schweiz glauben mag: Die haben nämlich in einer Umfrage herausgefunden, dass das Thema Ökologie nur für 30 Prozent der befragten Unternehmen beim Einkauf eine Rolle spielt.

Nun macht BrainNet allerdings keine Angaben darüber, wie viele Unternehmen unter die Lupe genommen wurden, aus welchen Branchen sie stammen oder auf welche Weise überhaupt untersucht wurde. So macht die Meldung eher den Eindruck, ein Sommerloch füllen zu wollen. Nichts desto trotz: Die Berater lenken damit den Blick auf ein Thema, das in den nächsten Jahren noch massiv an Bedeutung gewinnen wird. Dann nämlich, wenn der "ökologische Fußabdruck" eines Produkts zum Kaufargument wird. Die ersten Anbieter haben dessen Marketingpotenzial bereits erkannt; der Outdoor-Modehersteller Patagonia zum Beispiel gibt für ausgewählte Produkte an, wie viel CO2 bei der Produktion entstand. Da die "Fertigungstiefe" der meisten Branche nicht allzu groß ist, sind sie auf klimafreundlich hergestellte Vorprodukte angewiesen.

Dienstag, 19. August 2008

PV-Preisindex: Preise für Solarstromanlagen um 15 Prozent gesunken

Der Bundesverband Solarwirtschaft hat jetzt seinen quartalsweise erhobenen Photovoltaik-Preisindex vorgestellt. Danach sanken in den vergangenen zwei Jahren die Preise von Solarstromanlagen in Deutschland um 15 Prozent. Während ein Photovoltaik-System 2006 noch rund 5.000 Euro je Kilowatt kostete, verringerte sich der Peis für fertig installierte Solaranlagen bis ins zweite Quartal 2008 auf durchschnittlich 4.275 Euro je Kilowatt zuzüglich Umsatzsteuer. Nach Einschätzung des Verbands wird Solarstrom in Deutschland bereits Mitte des kommenden Jahrzehnts so teuer sein wie Haushaltsstrom aus der Steckdose.

Nach dem jüngst novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz sinkt die Solarstromförderung im kommenden Jahr für durchschnittliche Aufdachanlagen um acht Prozent von derzeit 46,75 Cent auf 43 Cent je Kilowattstunde. Damit sich ein Investment weiterhin lohnt, müssen die Solaranlagenpreise den verringerten Vergütungssätzen folgen. Derzeit amortisiert sich eine Solaranlage im Schnitt nach zwölf bis 15 Jahren. Über die geförderte Laufzeit von 20 Jahren liegt die Renditeerwartung je nach Standort und Anlagentyp zwischen vier und sieben Prozent.

Mittwoch, 6. August 2008

Riesiger Offshore-Windpark im Mittelmeer

In der Nordsee sind sie nichts Neues: Windparks auf hoher See liefern Strom in großen Mengen - die dänsichen Offshoreanlagen "Nysted" zum Beispiel, zurzeit weltweiter Spitzenreiter, kommen auf eine Leistung von 165 MW.
Nun wird auch das Mittelmeer für die Windenergie erschlossen: Der italienische Stromversorger ENEL hat jetzt seine Pläne für den Bau eines riesigen Offshore-Windparks drei Seemeilen vor der Küste Siziliens bekannt gegeben. Das Investitionsvolumen wird rund 500 Millionen Euro betragen. Die gesamte installierte Leistung der insgesamt 115 Turbinen wird zwischen 345 und 575 MW liegen. Insgesamt soll der Windpark rund 390 000 Haushalte mit Strom versorgen können.
Wann Baubeginn für dieses gewaltige Projekt ist, bleibt jedoch offen - ENEL macht hier aus gutem Grund keine weiteren Angaben. Zeigen doch die Verzögerungen bei der Errichtung deutscher Offshore-Windparks, dass deren Bau mit vielen Unwägbarkeiten verbunden ist. Auch wenn das vergleichsweise ruhige Mittelmeer und die Nähe zur Küste dafür sorgen sollte, dass die Ingenieure vor nicht ganz so großen technischenn Herausforderungen stehen sollten wie ihre Kollegen, die in der Nordsee aktiv sind.

Freitag, 1. August 2008

Erneuerbare in Kommunen: Neues Internetportal

Eine hundertprozentige Energieversorgung durch erneuerbare Energien - das ist möglich, wie das vielgepriesene Energiedorf Jühnde bei Göttingen zeigt. Auch die Hunsrückgemeinde Mordorf oder Dardesheim im Harz produzieren mit einem intelligenten Mix aus Biomasseenergie, Windkraft und Photovoltaik genauso viel oder sogar deutlich mehr Energie, als die Bewohner benötigen.

Im Rahmen der Informationskampagne "Unendlich viel Energie" wurde jetzt das Internetportal "Kommunal erneuerbar" freigeschaltet, das eine Vielzahl von Erfahrungsberichten, Projektbeschreibungen und anderen Hilfestellungen für kommunale EE-Vorhaben bietet. Zahlreiche Experten aus Kommunen und Gemeinden zeigen, wie sie mit Erneuerbaren Energien vor Ort eine unabhängige Energieversorgung und mehr lokale Wertschöpfung umsetzen konnten.

Donnerstag, 24. Juli 2008

In eigener Sache: Interview zu Green-Business-Bloggen

Das IT-/E-Business-/Web-2.0-Weblog IT Frontal hat mich gestern zum Thema Green-Business-Bloggen interviewt - das Gespräch drehte sich unter anderem um den Stellenwert von Blogs und anderen Web-2.0-Phänomenen in der Erneuerbare-Energien-Branche, um die laufende Debatte zur Relevanz von Blogs und um die Meisterschaftschancen des VfL Bochum. Hier geht es zum Interview.

Mittwoch, 23. Juli 2008

Weltweit größtes Gezeitenkraftwerk in Betrieb genommen

Die weltweit erste kommerzielle Unterwasser-Gezeitenturbine hat erstmals Strom ins Netz geliefert, so eine Pressmitteilung des Betreibers Marine Current Technologies. Die Anlage SeaGen ist in einer Bucht vor der nordirischen Küste stationiert und funktioniert wie ein Windrad unter Wasser: Bei Flut dreht das auflaufende Wasser die Rotoren in die eine Richtung, bei Ebbe das ablaufende Wasser in die andere. Auf diese Weise soll die Anlage künftig eine Leistung von 1,2 Megawatt erreichen und umweltfreundlichen Strom für rund 1000 Haushalte liefern. Die zurzeit noch gedrosselte Anlage habe nun erstmals für kurze Zeit 150 Kilowatt elektrische Leistung ins Stromnetz eingespeist, teilte Marine Current Technologies jetzt in Bristol mit.

Dieselbe Firma hatte 2003 eine nach demselben Prinzip arbeitende Pilotanlage namens SeaFlow vor der südenglischen Küste installiert. Die nicht kommerzielle Demonstrationsanlage hat eine Leistung von 300 Kilowatt. Die größere SeaGen leiste mehr als viermal so viel wie jedes andere Gezeitenströmungssystem, betonte der Hersteller.